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Sinn in der Krise - our patterns Blog für Bewusstseinsforschung

Sinn in der Krise

Viel Veränderung, konstant schlechte Nachrichten, wenig Klarheit, und wenig Handlungsspielraum – die Krisenszenarien, die uns seit Jahren begleiten, strapazieren unsere Resilienz. Gleichzeitig sind sie eine einmalige Gelegenheit, unserem (Unter-)Bewusstsein einige seiner Geheimnisse zu entlocken: Warum gerade jetzt die Kombination unserer Denkmöglichkeiten der bessere Ratgeber ist als der bloße Verstand, wie wir unsere unbewusste Wahrnehmung schärfen können und was Forscher aus Harvard dazu sagen…

Wenn der Wendepunkt zum Dauerszustand wird

Die Krise ist überall und sie dauert schon viel zu lange. Sie sollte doch etwas Kurzfristiges sein, ein Wendepunkt, ein spannender Moment, der uns zu guten Entscheidungen auffordert. Der unsere Sinne schärft, unser Unterbewusstsein beflügelt. Wo der Held am Bildschirm erscheint und wir schon fast entspannt zum Popcorn greifen, weil wir wissen: jetzt kommt der Showdown und dann ist alles wieder normal. Gut könnte man sagen. Wenn man optimistisch ist. Stattdessen ist die Krise scheints „gekommen um zu bleiben“. Egal wie wir uns entscheiden. Egal welche Perspektive wir einnehmen und welchen Ausweg wir diskutieren. 

Über kurz oder lang erscheint alles sinnlos. Und emotional wird’s sorgenvoll, frustriert und genervt. Oder auch zurückgezogen und distanziert. Unser inneres Hamsterrad rotiert im Leerlauf, wir schwanken zwischen kurzfristigem Aktionismus und passivem Erdulden des Faktischen. Darüber prangt in fetten Buchstaben die Überschrift: Ich bin im falschen Film.

Sinn des Lebens 2.0 oder: Das Drehbuch umschreiben

Wie wir die jeweilige Krise konkret sehen, ist nämlich schlicht eine Frage, durch welche Brille wir sie gerade betrachten. Die Herausforderung dabei: wir wissen gar nicht, dass es diese Brille gibt bzw. welches Modell wir gewählt haben, denn unser Unterbewusstsein drückt sie uns auf die Nase und bestimmt so zu mehr als 95%, wie wir all die Informationen interpretieren, die auf uns einprasseln. Die Neurologie, allen voran UK Neuro-Rockstar Anil Seth[1] hat in den letzten Jahren nachgewiesen, wie wir unsere Realität hochindividuell konstruieren:

  • 95% aller Informationen, die wir wahrnehmen, werden ausgefiltert.
  • Die Filter verzerren, ergänzen und löschen die Daten.
  • Damit bekommt unser Verstand ein sehr stark bearbeitetes Bild der Realität

Wenn wir also nach neuen Wegen suchen, Krisen zu meistern, können wir dort ansetzen, wo sie entstehen: in unserem Bewusstsein. Dort schmieden wir unsere Realität, dort erklären wir uns die Welt und versuchen, logische Lösungen für unsere Probleme zu finden. Dort erschaffen wir die Fakten, an die wir glauben, die wir als gegeben und normal ansehen: Unsere inneren Bilder SIND unsere Realität und solange sie eine halbwegs zuverlässige, stringente Projektion darstellen, akzeptieren wir sie als Wirklichkeit.[1] Unser Unterbewusstsein bedient sich dafür gut erforschter Filter, um unserem Verstand möglichst immer ein stimmiges, inneres Bild der Realität zu liefern. Diese Filter verzerren Fakten, damit sie in unsere Erfahrungswelt passen, ergänzen sie mit Bekanntem oder löschen sie beinhart, wenn das Gesehene, Gehörte oder Erlebte zu fremd und irritierend wäre. Daniel Kahneman hat im Jahr 2002 für seine Erkenntnisse rund um diese unbewussten Filter, die unsere Handlungen und Entscheidungen steuern, den Nobelpreis[2] gewonnen.

Wir genießen diese erstaunliche Leistung unseres Bewusstseins zum Beispiel, wenn wir verliebt sind und unsere Filter unsere ganze Aufmerksamkeit nur auf all die aufregenden, schönen und faszinierenden Aspekte des auserwählten Menschen lenken. Ein paar Jahre später fragen wir uns vielleicht, warum wir Verhaltensweisen, die uns kränken oder nerven nicht schon viel früher erkannt haben. „Du hast Dich total verändert“ lautet dann unser Vorwurf. „Ich weiß nicht, was Du meinst, Schatz!“ aber dennoch eine ehrliche Antwort, denn nicht unser Gegenüber hat sich verändert, nur die Farbe der Brille, durch die wir ihn oder sie betrachten, hat gewechselt und ist jetzt nicht mehr rosa.

Krise als Chance, einen Blick auf den Bauplan unserer Realität zu werfen

In diesem Sinn gibt uns jede Krise die Möglichkeit, der unbewussten Architektur unserer Realität zu begegnen. Und sie sogar neu zu gestalten, wenn wir das möchten. Denn jede Krise verändert – zumindest für einen kurzen Moment – den gewohnten Fluss an Information durch unser Bewusstsein. Wir können nicht sofort auf eine bekannte Lösung, eine gut geübte Routine zurückgreifen. Jordan Hall (Harvard Jurist & Philosoph, Technik Genius und Gründer des Neurohacker Collective) nennt das übrigens dann „Denken“. Im Gegensatz zum Kopiervorgang auf den wir zurückgreifen, wenn wir schon eine Lösung haben, die wir „nur“ noch anwenden müssen. Dann müssen wir also neuen Sinn machen.

  • Wenn es keine fixe Routine gibt, entstehen neue Denkmuster
  • Unsere unbewusste Motivation wird sichtbar
  • Diese Motivation gibt Aufschluss, wo wir in unserer Bewusstseinsentwicklung stehen

Die Krise konfrontiert uns mit kleinen, nackten Wahrheiten über uns selbst:

z.B. dass es uns schwerfällt, mit der Arbeit zu beginnen, wenn wir ohne Kaffee und ein Gefühl von Zugehörigkeit und Miteinander loslegen müssen. Wie viel schwerer es uns fällt, unsere Rollen und die damit verbundenen Erwartungen zu erfüllen, wenn wir einen Bildschirm statt einem Menschen als Gegenüber vorfinden. Dass wir in Anbetracht der Inflation verunsichert unseren Kontostand in Dollar umrechnen. Und ob der politischen Situation in den USA auch nicht wissen, ob uns das langfristig weiterbringt.

Wenn wir diese unangenehmen Fakten nicht zur Seite schieben, sondern uns ehrlich fragen, was da genau fehlt oder uns aus der Souveräntität bringt, nutzen wir die Möglichkeit zur Entwicklung, die jede Krise darstellt. Wenn unser Ego neugierig wird, welches Verhaltensmuster, welches „Automatikprogramm“ gerade Fehler 404 zeigt, haben wir eine echte Chance, eine neue Resilienz zu erwerben.

Motivation ist messbar

Dieser ehrliche Blick auf unsere Motivation, auf das, was uns Sinn gibt, in welcher Rolle wir uns wohlfühlen, bringt nicht nur momentan Erleichterung, sondern kann uns vor allem langfristig ein wesentlich entspannteres Leben bescheren. Forscher in Harvard haben ein Modell entwickelt, dass den Entwicklungsgrad unseres Unterbewusstseins messbar macht, uns eine Art „Sehtest“ über unsere innere Realitätsgestaltung erlaubt und uns damit eine Wahl gibt, welche Brille gerade am besten zu unserem Unterbewusstsein passt.

Wir können nicht nur herausfinden, wo wir in unserer Entwicklung momentan stehen, sondern bekommen auch eine klare Orientierung, welches Potential wir noch nicht nutzen, welche Möglichkeiten wir noch nicht erkannt haben, weil wir in unseren Automatismen feststeckten. So bekommt der ursprünglich „falsche Film“ eine echte Chance auf eine inspirierende Story.

Ein „Sehtest“ für unser Unterbewusstsein

Die Gründerinnen von our patterns haben das Harvard-Modell in den europäischen Kulturraum übersetzt und weiterentwickelt. Falls Sie Lust darauf haben, Ihren eigene unbewussten Entwicklungsgrad festzustellen, schreiben Sie uns an servus@ourpatterns.com und fragen Sie nach der Analyse oder einem kurzen persönlichen Termin. Dann wissen Sie’s!

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